Kampfsport anfangen

5 Gründe mit Kampfsport zu beginnen und auch dabei zu bleiben

Es gibt viele gute Gründe, um mit Kampfsport anzufangen. Berührungsängste sind hier fehl am Platz. Warum das so ist und wie du von der Ausübung eines Kampfsportes profitieren kannst, sehen wir uns nun genauer an.

Es gibt viele Gründe mit Kampfsport zu beginnen. Dazu zählen neben dem perfekten Ausgleich zum Alltag, eine deutlich gesteigerte Allround-Fitness, die Förderung positiver Charaktereigenschaften und des Selbstbewusstseins, die soziale Komponente und gesteigerte Selbstverteidigungsfähigkeiten.

Falls du dir noch unsicher bist, 5 Gründe mit Kampfsport zu beginnen:

1. Fitness steigern – Kampfsport beginnen

Nur wenige Sportarten stellen so vielseitige Anforderungen an deine Fitness wie Kampfsportarten. Kampfsporttraining ist immer Ganzkörpertraining. Zwar gibt es abhängig von der gewählten Sportart Unterschiede, was die Belastungsschwerpunkte angeht, trotzdem gilt: Jeder Muskel deines Körpers wird im Kampfsport trainiert. Das sorgt für einen hohen Kalorienverbrauch und eine verbesserte Fettverbrennung, die viele Stunden nach dem Training noch andauert.

Das Kampfsporttraining hat also durchwegs positive Auswirkungen auf deine Gesundheit.

Ein gründliches Aufwärmprogramm bereitet dich auf das eigentliche Training vor, sorgt für die Erwärmung der Muskeln, Sehnen und Gelenke und bringt dein Herz Kreislaufsystem in Schwung.

Das Training umfasst in der Regel auch Dehn, Mobilisationsübungen und abhängig vom Verein werden auch Kraftübungen ins Training integriert. Dabei handelt es sich um einfache Grundübungen wie Liegestütze, Kniebeugen, Dips und Sit Ups. Dein Vorteil du musst dich nicht selbst motivieren nur zum Training kommen und erhältst ein tolles Workout.

Für alle denen das Training in Fitnessstudios zu langweilig ist und die sich nicht in genau definierten Zeitabständen in Maschinen klemmen wollen, um ein sinnvolles Training zu absolvieren, eine willkommene vorteilhafte Alternative.

Das Kampfsporttraining verbessert alle konditionellen Fähigkeiten wie:

  • Die Koordinationsfähigkeiten
  • Unterschiedliche Arten von Kraft
  • Schnelligkeit
  • Beweglichkeit
  • Mobilität

Die Koordinationsfähigkeit, wird bei Partnerübungen und Übungen an Geräten wie Sandsäcken, Doppelendball, Maibirne und dem Pratzen Training besonders geschult. Dein Körper arbeitet hier als Einheit, Timing, Gleichgewicht und  Reaktionsfähigkeit werden gefordert und gefördert.

Kraft ist ein wesentlicher Faktor in jedem Kampfsport. Auf für jene die behaupten, ohne Kraft auszukommen. Du musst immer noch deinen Körper, schnell, geschmeidig und energiesparend bewegen und wirst auch nicht ganz drum herumkommen auf dich einwirkende Kräfte, aufzunehmen. Dazu benötigst du Schnellkraft, Explosivkraft, Kraftausdauer und Maximalkraft. Die Maximalkraft, die Fähigkeit möglichst viel Kraft in einer Bewegung aufbringen zu können, ist besonders wichtig als Grundlage für alle anderen Kraftarten.

Du musst aber nicht zum Leistungssportler werden, um Spaß am Training zu haben. Du wirst im Verlauf des Trainings automatisch deine Fähigkeiten verbessern.

Tipp:

In vielen Vereinen und Schulen wird neben einem Boxtraining, auch das sogenannte Fitness-Boxen angeboten. Wer also die Vorteile des Boxsports genießen will, ohne das Risiko hart getroffen zu werden, hat hier eine echte Alternative zum Boxsport. Warum ist Fittnessboxen so effektiv?

2. Kampfsport anfangen – neue Herausforderung im Training

Du lernst dich wieder schnell und präzise zu bewegen und auf die Aktionen deiner Trainingspartner einzustellen. Das geschieht mit unterschiedlichsten Partnerübungen, schärft die Sinne und trainiert viele, oft lange nicht gebrauchte Fähigkeiten. Wer rastet, der rostet. Wer sich über Jahre und Jahrzehnte nicht schnell bewegt hat, (Das Gang zum Kühlschrank zählt nicht.) wird hier wieder umfassend gefordert.

Das hilft jung zu bleiben und langsamer zu altern. Wer weiß wie fit alte Hasen im Kampfsport bis ins hohe Alter bleiben wird das bestätigen.

Niemand muss in einem vernünftigen Verein oder einer Kampfsportschule Angst haben überfordert zu werden.

Fordern aber nicht überfordern ist eine der Maxime jedes guten Trainers.

In einem guten Training lernst du auch dich neuen körperlichen Herausforderungen zu stellen und Ängste mit Erfolg zu überwinden. Das ist nicht nur gut für dein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, sondern macht auch noch Spaß.

Wer gute Fortschritte im Training machen will, muss offen und aufgeschlossen für Neues bleiben und lernen auch sich selbst konstruktiv zu kritisieren. Das sind Fähigkeiten, die sich sehr gewinnbringend auf den Alltag übertragen lassen, falls du das bisher noch nicht weniger oft getan hast.

3. Kampfsport fördert positive Charaktereigenschaften

Kampfsport und Kampfkunsttraining entwickeln eine gewisse Zielstrebigkeit und Disziplin. Wie bei anderen Fähigkeiten auch, braucht es Zeit besser zu werden. Du wirst gerade zu Beginn, wo die Lernkurve sehr steil ansteigt schnelle Fortschritte machen. Später geht es langsamer, aber kontinuierlich voran, wenn du dran bleibst. Sobald der regelmäßige Besuch des Trainings zu einer fixen Gewohnheit geworden ist, wirst du es auch nicht mehr missen wollen.

Für Kinder und Jugendliche stellt das Training oft einen besonders hohen Wert dar. Sie können sich in einem kontrollierten Rahmen körperlich austoben, einen Sinn für Regelmäßigkeit, Selbstdisziplin und Rücksichtnahme auf andere entwickeln. Entgegen völlig zu Unrecht verbreiteten Vorteilen, fördert das Training unter guten Lehrern zumindest, sehr viele positive Charaktereigenschaften. Stolz und Selbstvertrauen auf bereits gelerntes und erreichtes gehört ebenfalls dazu.

Die Kinder und Jugendlichen lernen, die unterschiedlichen Qualitäten ihrer Trainingspartner zu schätzen. Jeder ist verschieden verfügt über andere Stärken und Schwächen alle arbeiten aber an einem gemeinsamen Ziel, besser zu werden. Neue soziale Kontakte über das gewohnte Umfeld hinaus zu Menschen anderer Herkunft und Bildung schaffen weltoffene, tolerante Menschen und bauen Vorurteile ab. Gerade dann, wenn alle an einem gemeinsamen Ziel arbeiten und das Einende über das Trennende stellen.

Rücksichtnahme auf seine Trainingspartner ist gerade im Kampfsport unerlässlich, um sicher und gewinnbringend zu trainieren. Diese Eigenschaften werden hier besonders gut entwickelt. Es gibt in allen Bereichen des Lebens schwarze Schafe. Auch im Kampfsport. Schulen und Vereine in denen Schläger ausgebildet werden und asoziales Verhalten gefördert werden, stellen seltene Ausnahmen dar und schädigen leider oft das Image der überwiegenden Mehrheit.

4. Ist ein perfekter Ausgleich zum Alltag

Kampfsporttraining ist kurzweilig und verlangt volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Das gilt vor allem für die vielen Partnerübungen. Auch wenn langsam und locker trainiert wird, wirst du nicht die Energie aufbringen an andere Dinge zu denken. Du wirst 100 % bei der Sache sein müssen. Für mich ist es eine Art Meditation. Im Training zählt nur das Training und ich kann voll abschalten, unabhängig von den Belastungen des Lebens.

Das gilt auch für Todesfälle im engsten Familienkreis. Für mich zumindest.

Wer sich körperlich auspowert und durchgeschwitzt aber zufrieden aus dem Training kommt, ist ausgeglichener und umgänglicher. Du musst niemandem mitteilen, wenn du dir deinen Chef oder Arbeitskollegen beim Sandlachtraining vorgestellt hast. Es steht dir frei.  Selbstverständlich machst du das nur, um deine Technik zu verbessern und die Härte deiner Schläge zu steigern. Eine perfekte Art Psychohygiene zu betreiben und im Kampfsport besser zu werden. 😉

Das erinnert mich an eine Filmszene mit Robert De Niro. Der Psychotherapeut empfiehlt ihm dort doch auf einen Polster zu schlagen, um seine Aggressionen und Ängste loszuwerden. De Niro als Gangsterboss, ist danach tatsächlich erleichtert, auch wenn er entgegen den Empfehlungen seine Revolver am Polster ausprobiert hat, statt zu schlagen. Der anwesende Therapeut ist danach leicht verunsichert.

Eine Filmkomödie, nichts was wir nachmachen wollen!

Sandsacktraining oder Pratzentraining mit Boxhandschuhen alleine, über mehrere Runden sorgt als Intervalltraining für ein sinnvolles, Stress abbauendes Training. Wer danach mit Glückshormonen überschwemmt das Training verlässt, sieht so manches wieder klarer, unaufgeregter und entspannter.

5. Bessere Selbstverteidigungsfähigkeiten

Durch ein hoffentlich gesundes Selbstbewusstsein, dass auf realistischen Einschätzungen deiner Fähigkeiten beruht, wirst du als Opfer übel meinender Mitmenschen weniger attraktiv. Die Betonung liegt auf gesundem Selbstbewusstsein. Es gibt leider viel zu viele Menschen, die ihre kämpferischen Fähigkeiten überschätzen und sich dann auch noch in gefährliche Situationen begeben. Davor warne ich als Selbstverteidigungslehrer ausdrücklich.

Ein gutes Kampfsporttraining macht dich körperlich fitter und wird dich in die Lage versetzen, härter zu schlagen, zu treten und abhängig von deiner Sportart zu würgen und hebeln. Das ist in Notwehrsituationen mit Sicherheit kein Nachteil. Ich muss dich aber vor der weit verbreiteten Annahme warnen, Kampfsporttraining wäre eine optimale Vorbereitung für Notwehrfälle und effektiven Selbstschutz.

Dazu gehören noch zusätzlich andere Fähigkeiten und Fertigkeiten die du erlernen solltest. Kampfsport kann aber eine gute Basis liefern, sollte aber um die fehlenden Elemente ergänzt werden.

Taktische Konzepte für die Selbstverteidigung

Fazit mit Kampfsport beginnen

Kampfsportarten und Kampfkünste bieten vielseitiges, kurzweiliges Training und eine große Auswahl an Wahlmöglichkeiten an. Es gibt für jedes Fitnesslevel und die jeweiligen Vorlieben passende Angebote. Niemand braucht hier Berührungsängste zu haben. Es gibt nur wenige schwarze Schafe und Schlägertypen in der Szene und die Kampfsportarten sind viel besser als ihr Ruf. Fast immer werden kostenlose Probetrainings angeboten, die du nutzen solltest, um dir ein Bild vom Angebot und der Trainingsatmosphäre zu machen.

Du kannst im Kampfsport einen Ausgleich zum Alltag finden, neue Leute kennenlernen, dein Selbstbewusstsein stärken und wehrhafter werden, falls du körperlich angegriffen werden solltest.