Straßenkampf

Straßenkampf geeignete Techniken und Kampfsportarten

Auf der Straße ist alles anders als im Dojo oder in der Trainingshalle. Unzählige Kampfkünstler, aber auch trainierte Kampfsportler, haben abseits ihrer gewohnten Umgebung und Wettkampfregeln in realen Auseinandersetzungen versagt.

Ein Straßenkampf unterliegt grundsätzlich keinen Regeln. Meist ist er vermeidbar. Eine Eskalation der Gewalt steht immer im Raum und ist zu erwarten. Es können jederzeit Dritte eingreifen und Waffen zum Einsatz kommen. Geeignet sind Selbstverteidigungssysteme und Vollkontaktkampfsportarten.

Wir gehen der Frage nach warum das so ist und was sowohl Kampfsportler, als auch Laien wissen müssen, wenn es um den Kampf auf der Straße geht.

Was verstehen wir unter Straßenkampf?

Es handelt sich dabei um einen Kampf, der im Unterschied zu sportlichen Wettkämpfen, an keinerlei Regelwerk gebunden ist. Wenn wir den Straßenkampf von einer reinen Selbstverteidigungssituation trennen wollen, können wir den Straßenkampf als eine Auseinandersetzung definieren, die noch vermeidbar ist. Zum Kampf kommt es dann aus zweifelhaften Gründen.

Das Ego der Kontrahenten ist gekränkt, oder es wird ein „sportlicher“ Vergleich vor der Tür gesucht, dem beide stillschweigend einwilligen.

Das „Regelwerk“ wird dabei von den Kontrahenten selbst definiert, es kann dabei zu jeder nur denkbaren Eskalation kommen, wie den offenen oder verdeckten Einsatz von Waffen oder einer zahlenmäßig unausgeglichenen Auseinandersetzung.

Den militärischen Straßenkampf, bei dem es um urbane Kriegsführung geht, behandeln wir in diesem Beitrag nicht. Ebenso die Themen Selbstverteidigung und Notwehr, über die es massig Informationen auf diesem Blog gibt.

Straßenkampf Techniken

Zu den häufig vorkommenden Angriffen zählen:

  1. Faustschläge – überwiegend zum Kopf
  2. Der Versuch den Gegner zu unterlaufen und zu Boden zu bringen
  3. Greifen und schlagen
  4. Kopfstöße
  5. der Einsatz von Gegenständen um mehr Schlagwirkung zu erzielen
  6. Der Einsatz der Umgebung als Waffe
  7. Tritte auf den am Boden liegenden Gegner.

In einem Straßenkampf der keinen Regeln unterliegt oder der jederzeit eskalieren kann, bis zum Waffeneinsatz und Tötungsversuch, der möglicherweise von Außenstehenden nicht unterbunden wird, haben sich bestimmte Techniken bewährt.

Man kann auf sie das sogenannte KISS Prinzip anwenden:

KISS steht hier für KEEP IT SIMPLE STUPID! Halte es so einfach, wie nur irgend möglich.

Das bedeutet die Techniken müssen, direkt, unkompliziert, schnell, effektiv und unter einem hohen Adrenalinspiegel und im Zustand körperlicher Erschöpfung umsetzbar sein und bleiben. Techniken und Manöver, die nicht instinktiv und erfolgreich eingesetzt werden können, scheiden aus.

Achtung! Die hier vorgestellten Techniken sind juristisch und menschlich nicht immer vertretbar. Es handelt sich hier um eine Technikanalyse, aber keinesfalls um Empfehlungen, diese Techniken unbedacht anzuwenden.

Notwehrrecht:

Achtung bei Notwehrüberschreitungen und Notwehrprovokation!

  • Notwehrüberschreitung ist dann gegeben, wenn die rechtswidrige Bedrohung beendet ist. Wer dann noch nachsetzt und Gewalt anwendet, macht sich strafbar, da diese Aktion dann nicht mehr vom Notwehrrecht gedeckt ist.
  • Notwehrprovokation: Wer einen Angriff provoziert kann sich nicht mehr aufs Notwehrrecht berufen!

Schläge die Nummer 1 im Straßenkampf

Schläge haben den Vorteil, dass sie aus unterschiedlichsten Winkeln, in schneller Abfolge, abgefeuert werden können. Wer schlagen kann, gefährdet dabei sein Gleichgewicht und den Eingenschutz deutlich weniger als bei Tritten, Ellenbogen oder Knietechniken. Die Mobilität des Schlagenden bleibt erhalten und er kann sich so besser Angriffen von Dritten entziehen, als bei Tritten oder wenn er zu ringen beginnt.

Über Schläge und ins Schlagen integrierte Angriffe auf das gegnerische Gleichgewicht, können gut trainierte Leute gut den ringerischen Nahkampf vermeiden, bzw. entscheidend stören. Das setzt allerdings entsprechend realistisches Training voraus. Gute Ringer gehören zu den gefährlichsten Gegnern im waffenlosen Kampf überhaupt.

Schafft es der Gegner in die Nahdistanz und erfolgreich zu klammern ist es fast nicht mehr möglich effektiv zu schlagen. Würfe und Takedowns können hier allerdings sehr schnell durchgeführt werden und sind hochgradig gefährlich. Allein der heftige Aufprall auf hartem Boden kann zur Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen und gar dem Tod führen.

Faustschläge vs. Handballenschläge

Schläge mit der ungeschützten Faust bergen für den Schlagenden ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko. Die kleinen Knochenstrukturen in der Hand sind für Faustschläge nicht ausgerichtet. Die Folge sind oftmals schwere Handverletzungen, vor allem dann, wenn harte Ziele mit ausreichender Wucht getroffen werden.

So gibt es Selbstverteidigungsmethoden, die ausschließlich auf Schläge mit der offenen Hand zurückgreifen, um Handverletzungen zu vermeiden.

Die Schelle

Schläge mit der offenen Hand können sich als verblüffend wirkungsvoll erweisen und verringern die Wahrscheinlichkeit von Handverletzungen erheblich. So ist die Schelle oder Ohrfeige aus mehreren Gründen eine äußerst effektive Technik. Neben dem oben angesprochenen Vorteil kann die Hand um die gegnerische Deckung (boxerische Doppeldeckung) herum ans Ziel gelangen.

Psychologisch und mental wirkt sich eine Schelle ebenfalls sehr negativ auf den Getroffenen aus.

Es ist demütigend und wird so manchen unbewusst an seine Kindheit erinnern und ein Gefühl der Hilflosigkeit und Unterlegenheit aufkommen lassen. Wer das nicht nachvollziehen kann, kann es ja unter kontrollierten Bedingungen mit einer Person seines Vertrauens ausprobieren. Wie ich es selbst gemacht habe.

Ein dünner Kopfschutz vom Boxen reicht aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen und Verletzungen weitgehend zu vermeiden.

Harte Ziel – Weiche Ziele – Wohin schlagen?

Als Faustregel, im wahrsten Sinn des Wortes, kannst du dir merken:

Die Faust schlägt , wenn überhaupt zu weichen Zielen (Körper), die offene Hand auf harte-, wie den Kopf.

Der Könner kann hier bewusst Ausnahmen machen, muss aber sehr genau wissen, wohin er schlagen darf und dort auch treffen, sonst riskiert er selbst schwere Handverletzungen. So kann mit der Faust, relativ sicher in einem bestimmten Winkel seitlich ans Kinn geschlagen werden, während andere Aufprallwinkel die Hand schwer beschädigen können.

Tritte – Beintechniken

Tritttechniken empfehlen sich nur, wenn überhaupt für geübte Treter. Tritte sind aber auch immer mit einem hohen Risiko für den Ausführenden selbst verbunden. Er gefährdet beim Treten sein Gleichgewicht, steht dabei ja nur auf einem Bein und kann so leichter ausrutschen oder umgerissen werden.

In Hüfthöhe ausgeführte Tritte, haben die größte Reichweite.

Für hohe und tiefe Tritte musst du sehr nahe an den Gegner heran. Hohe Tritte nehmen am meisten Zeit in Anspruch, denn der Fuß beschreibt ja den längsten Weg, im Vergleich zu tiefen Angriffen mit dem Fuß.

Tritte eignen sich also in erster Linie für Könner und sind dann am sinnvollsten, wenn sie tief zielen. Das eigene Gleichgewicht und die Mobilität sind dabei am wenigsten gefährdet.

Darunter fallen Angriffe auf das gegnerische Schienbein, Sprunggelenk, Fuß bis maximal in Kniehöhe. Tritte zu anderen Zielen bieten sich nur an, wenn das Ziel weit genug unten ist… Ich versuche das zu umschreiben, was ich nicht direkt ausdrücken möchte, weil es extrem brutal und nur in den seltensten Fällen moralisch und juristisch vertretbar sein wird.

Der berühmt, berüchtigte „Elfmeter“, Tritte also auf den Kopf eines sich bereits am Boden befindlichen Gegners, der oft schon wehrlos ist, sind Angriffe von Feiglingen, die oft genug völlig zu Recht als Mordversuch ausgelegt werden.

Ungeachtet dessen, passiert es immer wieder. Deshalb ist es enorm wichtig den Bodenkampf auf der „Straße“ so gut wie irgend möglich zu vermeiden, bzw. so schnell es geht wieder auf die Beine zu kommen. Wer seine Mobilität einbüßt, ist Zielscheibe für jeden Angreifer.

Low Kicks – eine effektive Waffe

Low Kicks sind Rundtritte auf die Beine des Gegners. Sie werden meist auf den Oberschenkel, oft aber auch auf den Unterschenkel des gegnerischen Beines ausgeführt. Low Kicks haben mit dem Einzug des Muay Thai, weltweit Verbreitung im Kickboxen und den Mixed Martial Arts gefunden. Der Tritt wird mit dem Schienbein als Trefferfläche durchgezogen.

Low Kicks können das getroffene Bein für Minuten regelrecht lähmen und bis zur totalen Kampfunfähigkeit des Getroffenen führen. Dabei hinterlassen sie, wenn sie auf den Oberschenkel (Nerv) treffen keine dauerhaften Schäden, wie es bei Knietreffern der Fall wäre. Seltener gesehen sind Low Kicks zum Unterschenkel, die auch häufig dazu genutzt werden den Kontrahenten zu Fall zu bringen. Sie können sozusagen als kraftvolle und sehr effektive Beinfegetechniken genutzt werden.

Für Low Kicks gilt alles, was bisher zum Thema Tritte geschrieben wurde. Sie sind am besten in Kombination mit Handtechniken einsetzbar.

Beitrag: Tritte in der Selbstverteidigung

Ellenbogen und Knietechniken

Die Vorteile von Ellenbogen und Knietechniken, wie wir sie beispielsweise aus dem Muay Thai und verschiedenen Kampfkünsten kennen sind:

Die Gefahr von Eigenverletzungen bei Ellenbogen und Knietechniken sind vergleichsweise gering, ihre Wirkung oft verheerend für den Getroffenen.

Zu den Nachteilen zählt:

Die Techniken müssen aus nächsten Nähe ausgeführt werden und die Auseinandersetzung kann so sehr schnell in einen Ringkampf übergehen. Wer sich also auf Schlagen und Treten spezialisiert hat, findet sich möglicherweise sehr schnell auf einer ihm unerwünschten Spielwiese wieder.

Zieht ein in der Nahdistanz ausgeführter Ellenbogenschlag daneben und gelingt es dem Gegner hinter den Ellenbogen des Angreifers zu kommen, kann er diesen ringerisch gut kontrollieren, am Schlagen hindern und hat gute Voraussetzungen ihn zu werfen.

Kopfstöße im Straßenkampf

Kopfstöße finden nicht nur in hinterhältigen Überraschungsangriffen Anwendung, sondern können auch ins Ringen bzw. Boxen integriert werden. Sie können durchaus kampfentscheidend sein, und fürchterliche Gesichtsverletzungen hinterlassen. Ausgeschlagene Zähne, gebrochene Gesichtsknochen und Schnitt/Riss Verletzungen im Gesicht sind oft die Folge.

Bei Kopfstößen wird mit der Stirn oder dem wenige Zentimeter dahinterliegenden Teil des Schädels getroffen. Manche Schläger ziehen auch noch das Gesicht des Kontrahenten in ihren Angriff hinein, um nochmals die Wirkung zu verstärken.

Ringerische Angriffe/ Würfe

Den Gegner unterlaufen – Takedowns

Den Gegner umzurennen und sich dabei mit den Armen vor Angriffen zu schützen, sind ebenfalls sehr häufig vorkommende Angriffe auf der Straße. Dazu muss der Angreifer nicht zwangsläufig eine ringerische Ausbildung genossen haben. Verfügt er über eine solche werden diese Art von angriffen noch einmal deutlich gefährlicher.

Würfe

Würfe sind hochgradig gefährlich, das umso mehr, wenn der Untergrund hart und der Werfende entsprechend trainiert ist. Ein gut ausgeführter Wurf kann dann durchaus kampfentscheidend sein. Wer bei einem entsprechend trainierten Kämpfer in Wurfdistanz kommt und ihm einen Griffansatz erlaubt, wird böse zu Sturz kommen.

Grundsätzlich gilt auch hier der folgende Leitspruch:

Never box a Boxer, never wrestle a wrestler!

Wer sich mit einem Gegner auf dessen höchst eigenes Spezialgebiet begibt, wird verlieren. Das Problem im Straßenkampf bei einem unbekannten Gegner ist allerdings, man weiß nicht was der andere kann. Im Kampfsport stellt sich dieses Problem zumeist nicht, da man den Gegner im Vorfeld oft analysieren kann, bzw. sich am Regelwerk orientieren kann und so vor gewissen Überraschungen bewahrt bleibt.

Zumindest in der Regel. Wer den Boxkampf zwischen Mike Tyson und Holifield gesehen hat, weiß was selbst im Sport passieren kann. Ebenso spricht der „Boxkampf“ zwischen Riddik Bowe und Andrew Golota für sich.

kombinierte Angriffe

Greifen und Schlagen

Häufig kommen auf der Straße Angriffe vor, bei denen eine Hand greift und die andere zuschlägt. Der Gegriffene hat nur wenige Möglichkeiten hier wegzukommen. Er kann einerseits die Nahdistanz suchen, um seinen Gegner am Schlagen zu hindern oder aber einen Weg finden die Situation aufzulösen.

Schnelle Angriffe ins Gleichgewicht und Attacken auf Nervendruckpunkte, können in dieser äußerst haarigen Situationen, eventuell noch zum Erfolg führen.

Der Einsatz der Umgebung als Waffe im Straßenkampf

Den Gegner zu packen und ihn, in ein unverrückbares Hindernis, möglicherweise mit dem Kopf voraus laufen zu lassen, gehört zu den bewährten Strategien so mancher Schläger und Straßenkämpfer. Auch Hindernisse wie Sessel, Stühle oder Treppen werden gerne genutzt, um den Kontrahenten ungünstig stürzen zu lassen. Deshalb ist es enorm wichtig sich stets der Umgebung bewusst zu sein und über die Fähigkeit auf engstem Raum zu manövrieren zu verfügen.

Du kannst nur dorthin ausweichen, wo noch Platz ist. Ein Schritt zu weit über ein Hindernis und dein Gegner hat möglicherweise schon gewonnen.

Der Einsatz von Alltagsgegenständen als Waffenersatz

Bei Wirtshausschlägereien gerühmt berüchtigt, die Nutzung von Aschenbechern, Gläsern, Flaschen oder Stühlen, als Waffen. Auch hier hilft nur Beobachtung und ein genaues Einprägen der Umgebung, um unliebsame Überraschungen weitestgehend zu vermeiden.

Prinzipiell kann fast jeder Gegenstand zur Waffe umfunktioniert werden. Abhängig von der Umgebung. Es können also durchaus auch Fahrradketten, Stangen, Stöcke, Sand oder Steine zum Einsatz kommen.

Angriffe von Gruppen bzw. Teams

Nicht nur bei Schlägern, sondern auch bei Sicherheitskräften und Polizei bewährt, ist es in zahlenmäßiger Übermacht die (Sicherungs-) Ziele durchzusetzen. Die Vorgehensweise kann dazu im Idealfall helfen, mit einem möglichst geringen Maß an Gewalt auszukommen. Sie kann aber auch dazu genutzt werden, risikoarm, extrem brutal gegen andere vorzugehen.

Dabei können geübte und aufeinander eingespielte Zwei – Mann Teams, es einzelnen Personen schon fast unmöglich machen sich erfolgreich zu wehren.

Welche Kampfsportarten eignen sich besonders für einen Straßenkampf?

  • Dazu lässt sich grundsätzlich sagen. Stile, die sich auf Selbstverteidigung spezialisiert haben und die Inhalte entsprechend realistisch trainieren. Daran scheitert es allerdings sehr oft.
  • Kampfsportarten, wie die Mixed Martial Arts oder Sambo eignen sich aufgrund ihrer technischen Vielfalt und dem ernsthaften Training besonders gut.
  • Kampfsportarten wie Boxen, Judo, Ringen oder artverwandte Sportarten eignen sich bedingt. Sie decken allerdings nur einen Teil der Möglichkeiten ab, sind aber auf ihrem jeweiligen Spezialgebiet, hervorragend zum Kämpfen geeignet.
  • Ebenso bieten Kampfkünste bzw. Stile, die sich auch dem Gebrauch von Waffen widmen, eine gute Grundlage für den Straßenkampf. Ein Waffeneinsatz ist hier ja leider nicht auszuschließen und das Training mit Waffen, bietet Einsicht in die Nutzung und Gefährlichkeit von Waffen. Das Waffentraining stärkt darüber hinaus, die Entschlossenheit und mentale Stärke.

Geeignete Kampfsportarten für den Straßenkampf

  • Mixed Martial Arts/ Sambo
  • Boxen/Kickboxen/Muay Thai
  • Ringen/Judo / Sumo
  • Krav Maga
  • philippinische Kampfkünste

Straßenkampf Tipps

  • Lass dich nicht darauf ein. Du weißt nicht was passiert und wie gefährlich es wird. Wer kämpfen will, kann das im Kampfsport relativ sicher, legal und fair machen. Es gibt keinen vernünftigen Grund fahrlässig die eigene Gesundheit und die anderer zu riskieren.
  • Verwechsle die Auseinandersetzung nicht mit Sport. Sie kann jederzeit eskalieren, es gibt keine Regeln und keinen Ringrichter der die Situation überwacht.
  • Achte auf deine Umgebung! Wo sind Hindernisse, wo Begrenzungen des Raums, wo Gegenstände, die gegen dich eingesetzt werden können?
  • Handle schnell und entschlossen und nutze einfache Techniken.
  • Handle nach einem Ehrenkodex und hör auf, wenn es genug ist. Wehrlose Gegner weiter anzugreifen ist weder ehrenhaft noch legal.

Fazit Straßenkampf

Wir haben in diesem Beitrag den Straßenkampf als eine vermeidbare, mehr oder weniger sportliche Auseinandersetzung definiert, die allerdings keinen definierten Regeln unterliegt und jederzeit eskalieren kann. Grundsätzlich sollte man solche Szenarien vermeiden. Wer kämpfen möchte, kann dies ja unter kontrollierten sportlich – fairen Bedingungen jederzeit tun.

Als Techniken im Straßenkampf eignen sich schnelle, möglichst einfache Techniken, die das eigene Gleichgewicht nicht gefährden und die Mobilität gewährleisten. Ein Waffeneinsatz oder das Eingreifen umstehender Personen sind jederzeit möglich und muss berücksichtigt werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist ebenfalls der Umgebung, der Raum ist ja meist begrenzt, zu schenken. Über Hindernisse zu stolpern oder zu stürzen kann kampfentscheidend sein.

Meine Empfehlung:

Belasse es beim Training, trainiere in einem Verein und wenn du das Bedürfnis hast zu kämpfen, mach das unter sportlich kontrollierten Bedingungen. Aus den falschen Gründen zu kämpfen kann strafrechtlich und gesundheitlich schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten haben.

Viel Spaß beim Training!